Februar 2017 – Milliarden-Überschuss bei der GKV

Gesetzliche Krankenkassen erwirtschaften in den Quartalen I bis III 2016 ein Plus von 1,55 Milliarden Euro

Trotz gegenteiliger Schätzungen haben die gute Konjunktur und nur leicht gestiegene Ausgaben zu einem Anstieg der Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen geführt. Laut einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit betragen die Rücklagen nun insgesamt rund 16 Milliarden Euro. Von Januar bis September 2016 haben die Krankenkassen etwa 1,95 Milliarden Euro mehr eingenommen, als im Vorjahr. Die Gesamtausgaben der GKV stiegen im gleichen Zeitraum um 3,2% je Versichertem (niedrigster Anstieg seit 2012).

Die Ausgaben in den Bereichen Arzneimittel, vertragsärztliche Leistungen, Krankenhauskosten und Krankengeld sind in dem untersuchten Zeitraum moderat angestiegen (zwischen 2,5% und 3,6%). Starke Kostensteigerungen gab es in der Prävention (46%), der Palliativversorgung (23%) und der Hospizarbeit (27%). Diese Veränderungen sind auf die Umsetzungen des neuen Präventionsgesetzes, sowie des Palliativ- und Hospizgesetzes zurückzuführen.

Im Vergleich zu den Ausgaben für die Krankenkassenleistungen sind die Netto-Verwaltungskosten etwas stärker gestiegen (4,3%). Die Zunahme ist auf die Erhöhung von Rückstellungen für die betriebliche Altersvorsorge der Beschäftigten bei einigen größeren Krankenversicherern zurückzuführen.

Für Heilmittel wurden in den ersten drei Quartalen rund 6,2% mehr ausgegeben, als im Vorjahr. Der Anteil an den Gesamtausgaben der GKV beträgt allerdings lediglich 3%.

Bundesgesundheitsminister Gröhe zeigte sich mit den veröffentlichten Zahlen sehr zufrieden und betonte, dass das Gesundheitswesen auch weiterhin nachhaltig finanzierbar bleibe.

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