Februar 2019 – starke Unterschiede im Krankenkassenranking

Krankenkassenranking des „Dienstes für Gesellschaftspolitik“ (dfg) zeigt starke Unterschiede auf.

In Deutschland sind aktuell rund 72 Millionen Menschen Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Deren finanzielle Situation hat der Dienst für Gesellschaftspolitik (dfg), zusammen mit dem gesundheitsökonomischen Forschungsinstitut WIG2 aus Leipzig, analysiert und in der „GKV-Bilanz-Ranking-Serie“ zusammengefasst. In Ausgabe 49 – 18 der Zeitschrift erschien der erste Teil der Serie mit einer Analyse der Verwaltungskosten der GKVen von 2015 bis 2017.

Der Vergleich unter den Kassen zeigte dabei Unterschiede von bis zu 183,04 Euro pro Versichertem. Mit 226,20 Euro für jedes Mitglied gab die AOK Rheinland/Hamburg am meisten für die Verwaltung aus. Die effizienteste Kasse war die BKK Euregio mit lediglich 69,66 Euro für jede versicherte Person. Die Techniker Krankenkasse gab als aktuell größter gesetzlicher Krankenversicherer 102,64 Euro pro Versichertem für ihre Verwaltung aus.

Dass unter den Top Ten der höchsten Verwaltungskosten gleich fünf AOKen vertreten waren liegt dem dfg zufolge daran, dass diese die gute allgemeine Finanzlage dazu nutzten, Altersrückstellungen für ihre Angestellten aufzubauen.

Insgesamt gaben die GKVen rund 5 Prozent für ihre Netto-Verwaltungskosten aus. Im Jahr 2017 waren es fast 10,9 Milliarden Euro

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